Erbrecht

Ein enger Verwandter ist gestorben und hat Sie in seinem Testament als Erbe eingesetzt? Sie sind sich nicht darüber im Klaren, ob Sie die Erbschaft annehmen möchten oder wer die Pflichtteilsberechtigten sind und was Ihnen zusteht? Oder beabsichtigen Sie selbst, ein Testament zu errichten und wissen nicht, wie Sie Ihr Vermögen an den Richtigen vermachen können? Sie wollen sicherstellen, dass Ihr Partner auch nach Ihrem Ableben gut versorgt ist? 

Kaum ein Rechtsgebiet ist so vielschichtig wie das Erbrecht. Oftmals wird der gutgemeinte letzte Wille allerdings zum Streitfall in der Familie.

Unsere Beratung im Bereich des Erbrechts erfolgt umfassend.

Als Schwerpunkte sind zu nennen:


Gestaltung von Testamenten und Erbverträgen

Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich, Ihren „Letzten Willen“ so zu gestalten, dass Ihr Wille auch juristisch so zur Geltung kommt, wie es Ihren Vorstellungen entspricht und unnötiger Streit um das Erbe in der Familie vermieden wird. Nicht selten ist ein schlecht formuliertes oder gänzlich fehlendes Testament die Ursache für zerrüttete Familienverhältnisse. Zu einer gegenüber den Nachkommen verantwortungsvollen Vermögensplanung gehört daher auch eine sorgfältige Nachlassplanung.  

Regelung der Unternehmens- und Unternehmernachfolge

Nicht selten ist der Grund für eine Unternehmensinsolvenz eine schlechte oder erst gar nicht existente Nachfolgeregelung. Allein die Regelungen der Erbschaftssteuer  führen zu erheblichen Schwierigkeiten  in der praktischen Umsetzung und bergen zudem das Risiko eines zu hohen Liquiditätsabflusses. Darüber hinaus ist aber auch die Person des Nachfolgers ein wichtiger Bestandteil der Nachfolgeplanung. Kommt hier nicht ein ausreichend befähigter Nachfolger zum Zuge oder tritt als Nachfolger gar eine Erbengemeinschaft in die Unternehmensnachfolge ein, so ist regelmäßig die Handlungsunfähigkeit des Unternehmens die Folge. Zudem sind im Rahmen einer umfassenden Nachfolgeplanung nicht nur erbrechtliche, sondern insbesondere steuer- und gesellschaftsrechtliche Besonderheiten zu berücksichtigen. Eine Unternehmensnachfolge sollte daher frühzeitig als Problem gesehen und angegangen werden.  

Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht

Wir klären Sie über die steuerrechtlichen Konsequenzen Ihres Testamentes auf. Im Bereich der Erbschaftssteuer lässt sich durch eine vorsorgende Nachlassplanung eine unnötige Steuerlast vermeiden. Gerade die Änderungen des Erbschaftssteuerrechts zum 01.01.2009 müssen beachtet werden. So sind beispielsweise die neuen gesetzlichen Vorgaben bei der Besteuerung von Immobilienvermögen zu beachten.    

Vorweggenommene Erbfolge

Unter vorweggenommener Erbfolge versteht man die bereits lebzeitige Übertragung von Vermögen an die künftigen Erben. Häufig geht es um die Übertragung von Immobilienvermögen. Dieses „Vererben mit warmer Hand“ macht nicht nur mehr Freude, es kann auch ein Baustein einer steueroptimierten Vermögensplanung sein. Es sind aber auch Risiken vorhanden, die durch eine entsprechende Vertragsgestaltung abgemildert werden können. Reicht beispielweise ein Wohnrecht für die Eltern oder sollte es ein umfassenderes Nießbrauchsrecht sein?    

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Wer soll Ihre Interessen gegenüber Versicherungen, Behörden oder Gerichten wahrnehmen, wenn Sie dies selbst aufgrund einer Erkrankung nicht mehr können. Tritt eine solche Situation ein, beispielsweise durch eine fortschreitende Demenzerkrankung, bestimmt das Gericht einen Betreuer. Sie können aber auch selbst bestimmen, wem Sie diese Aufgabe anvertrauen möchten, indem Sie eine Person Ihres Vertrauens mit einer sogenannten Vorsorgevollmacht die entsprechenden Befugnisse erteilen. Die Patientenverfügung soll sicherstellen, dass Ihr Wille in Bezug auf lebenserhaltende und lebensverlängernde medizinische Maßnahmen auch dann noch berücksichtigt wird, wenn Sie Ihren Willen aufgrund einer Erkrankung nicht mehr selbst äußern können.  Sie vermeiden mit einer Patientenverfügung eine von Ihnen nicht mehr gewünschte Weiterbehandlung und geben zudem auch Ihren Angehörigen weitere Sicherheit in dieser ohnehin schwierigen Situation.    

Recht der Erbengemeinschaft, insbesondere Erbauseinandersetzungen

Werden mehrere Personen in einer letztwilligen Verfügung oder aufgrund gesetzlicher Erbfolge zu Erben berufen, entsteht kraft Gesetzes eine Erbengemeinschaft. Der Erbengemeinschaft steht der gesamte Nachlass und dessen Verwaltung gemeinschaftlich zu. Der Ärger ist damit häufig vorhersehbar. Ein Erbe möchte die im Nachlass befindliche Immobilie verkaufen, der andere Erbe vermieten und der dritte Erbe selbst bewohnen. Gelingt eine Einigung unter den Erben nicht, ist häufig dauerhafter Streit und das Verschleudern von Nachlasswerten die Konsequenz. Die Beratung in dieser Situation bedarf nicht nur der notwendigen Erfahrung, sondern erfordert auch das nötige Fingerspitzengefühl in der Vermittlung der widerstreitenden Interessen.  

Pflichtteilsrecht

Wird ein Abkömmling oder ein Ehegatte enterbt, steht diesen eine Mindestbeteiligung am Nachlass zu, der sogenannte Pflichtteilsanspruch. Dieser kann im Regelfall nicht durch Testament entzogen werden. Es handelt sich um einen Zahlungsanspruch. An den Gegenständen des Nachlasses hat der Pflichtteilsberechtigte hingegen keinen Anspruch. Wertmäßig entspricht der Pflichtteil dem halben Erbteil des Abkömmlings oder Ehegatten. Schwierigkeiten bereiten aber oft die zutreffende Bewertung des Nachlasses und damit die Berechnung des Anspruchs selbst. Welche Informationsrechte hat der Pflichtteilsberechtigte? Hier gilt es umfassend und zeitnah zu ermitteln, gerade im Hinblick auf die kurze Verjährungsfrist.